Social Media-Welle der Zivilgesellschaft

Gemeinsam sichtbar werden

Am 24. Februar 2026 jährt sich die sogenannte „Kleine Anfrage“ zur politischen Neutralität staatlich geförderter Organisationen. 551 Fragen stellten zivilgesellschaftliches Engagement unter Generalverdacht.

Für viele war dies ein Dammbruch – und ein deutliches Signal der Einschüchterung gegenüber demokratischem Engagement in Deutschland.

Wir möchten diesen Jahrestag zum Anlass nehmen, gemeinsam mit vielen Organisationen ein starkes Zeichen zu setzen. Deshalb rufen wir als Netzwerk gemeinsam mit anderen Initiativen zur Teilnahme an der bundesweiten Social Media-Welle der Zivilgesellschaft auf.

Hier findet Ihr den Aufruf zur „Social Media-Welle“


Worum es geht

Die damalige Anfrage folgte auf breite Proteste gegen Rechtsextremismus. Sie griff hunderte Organisationen an und transportierte ein Narrativ, das Zivilgesellschaft als problematisch darstellt. Dieses Anti-NGO-Framing wirkt bis in die gesellschaftliche Mitte hinein.

Dabei ist Zivilgesellschaft keine Bedrohung. Sie ist das Fundament demokratischer Kultur. Demokratie lebt nicht nur in Parlamenten, sondern überall dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen: in Umweltinitiativen, Sportvereinen, Kirchengemeinden, Nachbarschaftsprojekten, Bildungsvereinen oder sozialen Einrichtungen.

Gerade im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz zeigt sich täglich, wie viel Engagement aus der Mitte der Gesellschaft entsteht. Dieses Engagement verdient Sichtbarkeit und Schutz.


Ziel der Social Media-Welle

Am und ab dem 24.02.26 sollen möglichst viele Organisationen ihre Arbeit sichtbar machen. Die Idee ist einfach: Wir erzählen öffentlich, was wir tun, warum wir uns engagieren und warum Demokratie engagierte Zivilgesellschaft braucht.

Es geht um positive Sichtbarkeit. Um Selbstbewusstsein statt Defensive. Um einen digitalen „Candystorm“ für demokratisches Engagement.

Je mehr Initiativen sich beteiligen, desto stärker wird das Signal: Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir sind viele. Und wir sind unverzichtbar.


Was ihr konkret tun könnt

Beteiligt euch mit einem eigenen Beitrag auf euren Social-Media-Kanälen. Nutzt die bereitgestellten Vorlagen oder entwickelt eigene kreative Formate. Erzählt aus eurem Alltag. Zeigt eure Projekte. Formuliert eure Botschaften.

Mögliche Einstiege könnten sein:
„Wir leben Demokratie, indem wir …“
„Was wirklich zählt? …“
„Zivilgesellschaft ist für uns …“
„Ein Angriff auf die Zivilgesellschaft ist ein Angriff auf …“

Wichtig ist nicht die perfekte Kampagne, sondern die authentische Stimme eurer Initiative.

Verwendet die Hashtags
#KleineFrage
#wirsinddemokratie
#551Fragen

Wenn ihr über größere Reichweiten verfügt, repostet gezielt Beiträge kleinerer Organisationen. Unterstützt euch gegenseitig. Vernetzt euch. Leitet diesen Aufruf weiter.


Warum das gerade für Nachhaltigkeitsinitiativen wichtig ist

Organisationen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz stehen immer wieder im Fokus politischer Debatten. Engagement wird schnell als „nicht neutral“ etikettiert. Dabei bedeutet Demokratie nicht Neutralität, sondern Beteiligung, Verantwortung und Diskurs.

Unsere Arbeit für Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz ist gemeinnützig. Sie dient dem gesellschaftlichen Wohl. Sie schützt Lebensgrundlagen. Sie stärkt Zusammenhalt.

Wer Zivilgesellschaft schwächt, schwächt die demokratische Infrastruktur unseres Landes. Wer sie stärkt, stärkt die Demokratie selbst.


Gemeinsam sichtbar – auch in Essen

Gerade in unserer Stadt gibt es eine vielfältige, engagierte Landschaft aus Initiativen, Vereinen und Netzwerken im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Diese Vielfalt ist eine Stärke.

Lasst uns am 24. Februar 2026 gemeinsam zeigen, was wir leisten. Lasst uns sichtbar machen, wie viel ehrenamtliche Arbeit, Zeit, Kompetenz und Herzblut in unseren Projekten steckt.

Bitte beteiligt euch an der Social Media-Welle.
Bitte leitet diesen Aufruf an eure Partnerorganisationen weiter.
Und bitte unterstützt kleinere Initiativen durch Teilen und Verlinken.

Zivilgesellschaft sind wir alle.