Time for Action

Time for Action

Der „Call for Action“ unseres Netzwerks hat Politik und Verwaltung im Frühjahr an die Entscheidungen des Klimabeschlusses vom 10. Juli 2019 erinnert.
Die „Klimawahl-Fragen“ gaben im Frühsommer diesen Jahres den Parteien und OB-Kandidaten die Gelegenheit, ihre Standpunkte in Sachen Klima- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit für die Kommunalwahl deutlich machen.

Der „Time for Action“ bündelt nun konkrete und wichtigste Forderungen für den Koaltionsvertrag dieser Legislaturperiode. Damit legt das Netzwerk Gemeinsam für Stadtwandel dar, was aus Sicht unserer Expert:innen in Klima-, Natur- und Nachhaltigkeitsfragen für unsere Stadt die zentralen Bausteine sind, um diese Stadt möglichst emissionsfrei für eine lebenswerte Zukunft aufzustellen. Das sind wir den nachfolgenden Generationen schuldig.

Denn die Entscheidungen dieses Rats und vor allem der sich bildenden Koalition fallen in die entscheidendste Legislaturperiode zur Erreichung der Pariser Klimaschutz-Ziele. Schnelles und zielgerichtetes Handeln ist erforderlich. Zur Erinnerung – auch an alle anderen neuen Ratsvertreter:innen – die CO2-Uhr tickt. Zur Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels stehen uns nur noch 7 Jahre zur Verfügung.

Die Grünen haben ihr „Klimaversprechen“ abgegeben und sich im Wahlkampf klar zum Klima- und Umweltschutz positioniert. Die Essener CDU hat im Handlungsprogramm Klima- und Umweltschutz nicht als Schwerpunkt festgelegt, obwohl global gerade alle Politiker an klaren Zielen für den Klimaschutz arbeiten und auch die Wirtschaft an konkrete Vorgaben appelliert
So appeliert im April 2020 ein Zusammenschluss von 60 deutschen Unternehmen
an die Politik, dass Klimaschutz als verlässliches Zukunftsmodell für Unternehmen gebraucht und gewünscht wird. Ein Schlüsselsatz dieses Appells lautet: „Schonungslos zeigt die Pandemie auch die Verletzlichkeit unseres
globalisierten Wirtschaftssystems durch eine Bedrohung auf, die sich
weder auf Regionen noch auf Branchen begrenzen lässt. In dieser Hinsicht
stellt uns der Klimawandel vor eine vergleichbare Herausforderung, auf
die wir im Gegensatz zu COVID-19 besser vorbereitet sind. Weite Teile
der Wirtschaft aus allen Branchen haben auf Basis wissenschaftlicher
Evidenz und eines breiten politisch-gesellschaftlichen Konsenses damit
begonnen, ihre Geschäftsmodelle klimafreundlich auszurichten. Damit
investieren sie in sichere Arbeitsplätze, heimische Wertschöpfung,
Ressourcen- und Gesundheitsschutz.“

Mit dem „Time for Action“ wollen wir, die Initiativen von Gemeinsam für Stadtwandel, erreichen, dass der Essener Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen kein „kleinster gemeinsamer Nenner“ in Sachen Klima- und Umweltschutz wird. Er muss ein Handlungsleitfaden für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung werden. Damit wir alle, als Verantwortliche im Jahr 2030 uns nicht fragen müssen, was wir damals noch hätten machen können, um die von der Wissenschaft prognostizierten Folgen des globalen Klimawandels, des dramatischen Verlusts der Artenvielfalt, der unbegrenzten und unnachhaltigen Landnutzung abzuwenden.

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