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Infopost #6/2026

Liebe Freund:innen von Gemeinsam für Stadtwandel,

allein in diesem Jahr sind in Deutschland bereits fast 10.000 Menschen wegen Hitze verstorben (dazu mehr im WAZ-Beitrag). Da dies aber laut RKI meist in Kombination mit Vorerkrankungen geschieht, wird „Hitze“ - oder vielleicht treffender, „menschengemachter Klimawandel“ - nicht als Todesursache angegeben und muss deshalb separat als sogenannte Übersterblichkeit berechnet werden. Die WAZ berichtete konkret zu Essen, dass es in der letzten Hitzewelle im Juni in Essen eine Übersterblichkeit von ca. 100 Menschen gab, also ca. 100 Menschen mehr im gleichen Zeitraum wie in anderen Jahren verstorben sind. Keine andere Ursache als Hitze kommt in Frage. Die Aussagen und Erlebnisse der Rettungssanitäter und aus den Krankenhäusern über die Belastung und die Erlebnisse dieser Tage sind erschreckend.

Aber vom Essener Oberbürgermeister bis zum Bundeskanzler bedauert niemand in Verantwortung öffentlich den Tod dieser Menschen. Bei Hochwasser oder Starkregen - wo nicht ansatzweise so viele Menschen sterben - ist das völlig anders. Die Bilder der Verwüstung sind offensichtlich dramatischer als ein strahlend blauer Himmel.

Warum wird öffentliches Bedauern und Fassungslosigkeit nicht ganz klar ausgedrückt?

Wäre das vielleicht ein Eingeständnis, dass uns der Klimawandel doch überfordert? Dass er schneller da ist als gedacht? Dass es vielleicht nicht nur einen kommunalen, sondern eigentlich weltweiten Beschluss eines Klimanotstands bedarf? Aber weit gefehlt! Stattdessen wird in den ersten Städten bis zur Bundesebene Klimaschutz wieder zurückgeschraubt. Das lässt uns ob der Tausenden Toten, der riesigen weltweiten Feuer, abgeschalteter Atomkraftwerke in den Nachbarländern mit Energieknappheit, Trinkwasserknappheit in einigen Bundesländern, Rekordniedrigwasser unserer Flüsse mit enormen wirtschaftlichen Einbußen aufgrund abreißender Lieferketten, hohen Ernteeinbußen bis zu kompletten Ernteausfällen sprachlos zurück. Seit Jahren ist klar: Klimaschutz ist jeden Euro wert! Die Folgekosten von Nicht-Investieren in Klimaschutz gigantisch.

Und erneut ist es extrem heiß auch bei uns in Essen. 

CORRECTIV hat in einer Recherche aufgezeigt, wie deutsche Städte ihre Bewohner*innen schützen. Dabei stellte sich heraus: manche Städte können noch keinen Hitzeaktionsplan vorweisen, andere verschicken lediglich Verhaltenstipps. Besonders wichtig ist aber die Kombination von kurzfristigen mit langfristigen Maßnahmen sowie die klare Festlegung von Verantwortung, so der Bericht. Auch Schüler*innen leiden in ihren Schulen unter Hitze, wodurch nicht nur Gesundheit, sondern auch Bildung beeinträchtigt wird. Allerdings werde über Schulen in Hitzedebatten viel zu wenig geredet: „Gesellschaftliche Prioritäten erkenne man daran, wer bei Hitze gekühlt wird“ (so Amy Kirchhoff).

Für die Stadt Essen wird laut Aussage von Umweltdezernentin Raskob derzeit ein konkreter Hitzeaktionsplan in Kooperation mit der ganzen Metropole erarbeitet - Fertigstellung ist im Frühjahr 2027 geplant (weitere Infos der städtischen Projekte und Vorhaben im Umgang mit Hitze findet ihr hier). Derweil kann man nur hoffen, dass die betroffenen Menschen wissen, dass es in Essen eine Kühlortekarte gibt... Und wo die neun Trinkwasserspender stehen...

Vor allem in einer Zeit, in der Politik und öffentliche Verwaltung ihren Verantwortungen nicht gerecht werden, ist es besonders wichtig, dass wir uns als Zivilgesellschaft gegenseitig unterstützen und gemeinsam aktiv werden. Ältere Menschen, Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranke und Kinder müssen dabei besonders geschützt werden. Lasst uns aufeinander achten und den besonders Gefährdeten unter uns aktiv Hilfe anbieten. Hierzu schreibt auch Luise Strohmann in ihrem Beitrag über die soziale Lösung von Hitze: Mitmenschlichkeit und Aufmerksamkeit.

Lasst uns untereinander wichtige Informationen teilen, wie wir uns an der Abkühlung unserer Städte beteiligen können und wo man sich besonders schützen kann. Hier ein kurzer Überblick über einige Anlaufstellen:

Die Kühlorte Karte der Stadt Essen

Kühlorte eintragen lassen

Refill-Stationen in Deutschland 

Cool Our Cities Karte

Atlas Grüne Infrastruktur

HitzePortal Essen

In diesem Newsletter findet ihr außerdem viele Termine, Informationen und Berichte zum Engagement des Netzwerks, der Gemeinschaft in Essen und darüber hinaus, die sich gutes Klima zum Ziel gesetzt haben.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch
das 
Kernteam von Gemeinsam für Stadtwandel

 

Aktuelle Termine findet ihr in unserem Kalender. Ihr habt Termine, die noch nicht dort auftauchen? Dann sendet sie gerne zusammen mit einer Kurzbeschreibung und einem Bild an hallo@gemeinsam-fuer-stadtwandel.de.

Gutes Klima Festival - Rückblick und Ausblick

Super war's! Fast 4000 Menschen haben die über 120 Stände besucht - trotz Hitze und zahlreicher kleiner bis großen Veranstaltungen. Mit Wasserspritz-Flaschen ausgestattet waren mehrere Volunteers auf dem Festivalgelände der Zeche Carl unterwegs, um Abkühlung zu versprühen - was sehr gern angenommen wurde. Unsere Künstler*innen sorgten für kleine bis große Erlebnisse, unsere Gastronom*innen boten köstliche vegan-vegetarische Kost und der Tag war, wie immer, zu kurz, um alle Informationen, Mitmach- und Ausprobierangebote zu entdecken.  Zahlreiche positive Rückmeldungen, liebevolle Rückblicke und Nachberichte haben uns über E-Mail und vor allem Social Media erreicht. Vielen Dank dafür! 

Für eure Kalender:
2027 findet das 7. Gutes Klima Festival am 10. Juli statt. Abonniert unseren Festival-Newsletter, dann verpasst ihr nichts.

RadentscheidEssen mit großer Rückendeckung

Ihr habt es bestimmt schon gelesen: 22.222 Unterschriften konnte der RadentscheidEssen in nur 6 Wochen einsammeln! Wir finden, das ist ein ganz klares Signal an die Ratskoalition aus CDU und SPD, sich über die eingeschlagene Rückabwicklung des Radentscheids noch einmal Gedanken zu machen. Wir empfehlen, sich vor der Entscheidung im Stadtrat, ob das Begehren angenommen oder abgelehnt oder ein Nebenschauspiel zur Rechtmäßigkeit aufgemacht wird, mit den Fahrrad- und Fußverbänden zusammenzusetzen. Die Tür für den besten Weg für die Zukunft der Verkehrsinfrastruktur in Essen steht jedenfalls offen. 

DRIFT auf Tour

Wer DRIFT nicht auf dem Gutes Klima Festival erlebt hat, kann dies nun nachholen. DRIFT ist ein mobiles solarbetriebenes Soundsystem für den öffentlichen Raum – also unabhängig vom Stromnetz und mit dem Fahrrad beweglich. Auf einem Lastenradanhänger mit E-Antrieb, Stromspeicher und Photovoltaik-Paneelen können Musikanlage mit Mischpult, Licht, Kühlschrank und weitere Anwendungen mobil betrieben werden. Am 8. August von 13 bis 18 Uhr geht DRIFT auf Tour. Gestartet wird bei REALFOODSPACE auf der Mathildenstr. 23. Die Tour verläuft durch das Südviertel Richtung Gruga.

Weitere Informationen findet ihr hier.

DAS GROSSE FUNKELN - Solarcafé

Beim GROSSEN FUNKELN in Essen Holsterhausen und Stoppenberg bauen Familien gemeinsam kleine Solar-Lampen. Zum Abschluss kommen alle Lampen, Lampenbauer*innen und Neugierigen am Spielplatz im Hallo-Park zusammen - mit Snacks, Drinks und Sommerabendstimmung. Seid dabei am 13. und 14. August von jeweils 14 bis 17 Uhr, der Abschluss im Hallo-Park findet um 19 Uhr statt.

Weitere Informationen findet ihr auf der Website des Solar-Cafés.

Probeabo: Evergreen Farm

Die Evergreen Farm ist ein Ort für nachhaltigen Anbau und Gemeinschaft. Sie ist eine gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft - das heißt, die Evergreen Farm wird durch eine Gemeinschaft finanziert. Während der Gemüsesaison erhält jedes Mitglied wöchentlich eine Tüte mit frischem, lokal angebautem Gemüse.

Solidarische Landwirtschaft lebt davon, dass möglichst viele Menschen Teil der Gemeinschaft werden. Deshalb könnt ihr neuerdings ein 6-wöchiges Probeabo bei Evergreen abschließen und die Farm ganz unverbindlich kennenlernen. 

Alle Informationen findet ihr auf der Evergreen-Website.

Friedensbewegung organisiert zahlreiche Aktionen

Wir sollten wieder mehr über den Frieden reden. Dafür engagiert sich die Friedensbewegung in Essen bereits seit Jahrzehnten. Anlässlich der Rüstungsmesse im September in Essen organisiert sie derzeit zahlreiche Veranstaltungen:

- mahnendes Gedenken an die nukleare Zerstörung von Hiroshima: 6. August, 16 Uhr an der Marktkirche. 

- Ausstellungseröffnung „Das Leben bleibt“ am 9. August um 16 Uhr - dem Tag der Auslöschung Nagasakis im Billeforum, Billebrinkhöhe 72 

- Ausstellungseröffnung „Kriege enden nicht im Frieden“ am 15. August um 19 Uhr in der Kulturvilla Kampschulte, Graf-Bernadotte-Str. 15

- Antikriegstag am 1. September 

- Start der Friedensfilmreihe mit den Essener Filmkunsttheatern am 1. September um 20 Uhr, dem Abend des Antikriegstags im Filmstudio Glückaufhaus mit „Die Brücke“ 1959.

Klimadinner in Essen

Die Marktkirche, Grüne Hauptstadt Agentur, der Ernährungsrat Essen e.V. und foodsharing Essen laden am Donnerstag, 3. September von 18 bis ca. 20 Uhr zum Klimadinner in die Marktkirche, Markt 2/Porschekanzel ein, um erlebbar zu machen, was Ernährung und Gesundheit mit Klimawandel und Nachhaltigkeit zu tun haben.

Unter dem Motto „Verwenden statt Verschwenden“ erhalten gerettete Lebensmittel eine Chance, gesehen, probiert und mitgenommen zu werden.

Ab 17.30 Uhr: Stand mit geretteten Lebensmitteln vor der Marktkirche

Ab 18.00 Uhr: Klimadinner in der Marktkirche

Dazu gibt es Gesprächsimpulse zu den Themen Genuss, Wertschätzung vonLebensmitteln, Ressourcen sowie Verwenden statt Verschwenden. Den Einstieg ins Thema hat das Impro-Theater Emscherblut übernommen.

Im Rahmen der Veranstaltung unterzeichnen Simone Raskob, Umweltdezernentin der Stadt Essen und Dirk Gerstenberg, Botschafter von foodsharing Essen eine gemeinsame Motivationserklärung „Essen-foodsharing-Stadt“, deren Ziel es ist, die Lebensmittelwertschätzung in Gesellschaft und Politik zu verankern und zu leben. 

Anmeldungen per E-Mail. 

Engagementforum in Essen

Am 17. September von 17 bis 20 Uhr laden die Ehrenamt Agentur Essen e. V., die Sparkasse Essen und die Stadt Essen zum 4. Essener Engagement Forum ins Stadion an der Hafenstraße ein.

Beim Forum treffen sich Macher*innen und Entscheider*innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung. Gemeinsam wollen sie Essen stärken – durch gute Ideen, neue Kooperationen und kurze Wege.

Rund 200 Engagierte kommen zusammen, um sich zu vernetzen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam Zukunft zu gestalten.

Herzliche Einladung – Ideen, Projekte und Visitenkarten mitbringen. Hier findet ihr mehr Informationen.

Social Pop-Up Club: Erster Workshop-Termin

Der Social Pop-Up Club am Essener Hauptbahnhof möchte gemeinsam mit der Essener Bevölkerung ein Kunst- und Kulturprogramm rund um Nachhaltigkeit und die Frage „Was ist genug für alle?“ entwickeln.

Nach einer erfolgreichen Eröffnung im Juli steht nun der erste Workshop-Termin des Social Pop-Up Club fest. Am 14. August von 15 bis 17 Uhr könnt ihr euch im Rahmen eines Forums einbringen, mitreden und mitgestalten, was in dem neuen Raum geschehen soll. 

Außerdem könnt ihr euch auch unabhängig von diesem Workshop an der Gestaltung, Organisation oder Bewerbung des Programms beteiligen.

Der Social Pop-Up Club befindet sich am Essener Hauptbahnhof 20, zwischen den Bushaltestellen 5 und 6. Weitere Informationen zum Workshop findet ihr hier.

Wieder geöffnet: Förderfond Bürgerschaftliches Engagement

Mit dem Förderfond Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Essen soll „Danke“ gesagt werden: Ziel ist es, das ehrenamtliche Engagement in unserer Stadt anzuerkennen, wertzuschätzen und zu stärken. Gefördert werden die Bereiche „Fortbildung und Qualifizierung“ und „Anerkennung und Wertschätzung“. Bewerben könnt ihr euch bis zum 1. September.

Alle Informationen findet ihr hier.

Bewerbt euch für den Umweltpreis und Sonderpreis Fairtrade der Stadt Essen

Die Bewerbungsphase für den diesjährigen Essener Umweltpreis und den Sonderpreis „Fairtrade“ ist gestartet. Einsendeschluss ist der 18. Oktober.

Gefragt sind Projekte zum Umwelt- oder Klimaschutz sowie zur Klimaanpassung, die einen gesellschaftlichen Mehrwert bieten und vor Ort die Lebensqualität der Menschen verbessern.

Für den Sonderpreis „Fairtrade“ werden Projekte und Aktivitäten zum Fairen Handel gesucht, die zur Nachahmung anregen und/oder den Fairen Handel mit anderen Themen verknüpfen, beispielsweise Geschlechtergerechtigkeit oder Vielfalt.

Weitere Informationen sowie die Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

Ideenwettbewerb Smart.City - für Kinder und Jugendliche

Bei vier Ferienspatz-Workshops zum Smart City-Ideenwettbewerb „Young & Smart 2026" sind noch Plätze frei: 

  • Montag, 10. August von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie 
  • Mittwoch, 12. August von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr.

 

Die dreistündigen Kreativworkshops richten sich an Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren und finden – bis auf einen – in den klimatisierten (!) Räumen der EVV statt. Für Verpflegung ist gesorgt.

Unter dem Motto „Mach deine Stadt smarter – Kreative Ideenwerkstatt für junge Zukunftsmacher*innen“ entwickeln die Teilnehmer*innen eigene Ideen für den Smart City-Ideenwettbewerb der Stadt Essen.

Gemeinsam entdecken sie Herausforderungen in der Stadt, entwickeln smarte Lösungsansätze weiter und bringen ihre Idee mit Unterstützung der Smart City Koordinierungsstelle bis zur Einreichungsreife. Dabei wird gesammelt, skizziert, diskutiert und präsentiert – mit viel Raum für Kreativität, Teamarbeit und eigene Perspektiven. Und wer bereits mit einer Idee kommt, kann direkt daran weiterarbeiten für die Einreichung.

Am Ende des Workshops präsentieren die Teams ihre Ideen in kurzen Pitches oder im Rahmen eines Gallery Walks. Dabei erhalten sie Feedback und können ihre Vorschläge weiter schärfen. Zusätzlich gibt es Hinweise und Unterstützungsangebote zur Einreichung beim Ideenwettbewerb, die bis zum 15. August erfolgen muss. Die besten 10 Ideen bekommen einen Preis – und vielleicht werden sie als eine der Top-3 Ideen sogar Wirklichkeit!

Den Anmeldelink findet ihr hier. 

Infopost über den Tellerrand
Einladung: ZUKUNFTSLAB.RUHR

Im ZUKUNFTSLAB.RUHR soll Transformation gemeinsam gestaltet werden. Es ist ein Arbeitsraum, in dem Akteur*innen zusammengebracht, gemeinsame Ansätze entwickeln und nächste Schritte umsetzen werden. Am 29. September von 10:30 bis 18 Uhr seid ihr dazu eingeladen, euch an sechs interaktiven Labs zu beteiligen, Kontakte zu knüpfen und euch auszutauschen.

Location is die BlueBox am Zentralcampus der Universität Bochum. Mehr Informationen und den Link zu Anmeldung findet ihr hier.

Übernahme von GEMA-Gebühren

Wer eine gemeinnützige Veranstaltung plant, kann seit dem 1. Juli beantragen, dass das Land NRW die GEMA-Gebühren übernimmt. Mehr dazu hier.

Good News: Mar Menor klagt mit Aussicht auf Entschädigung und Wiederherstellung

Mar Menor - eine Salzwasser-Lagune in Spanien - verklagt Unternehmen, die beschuldigt werden, die Gewässer verunreinigt zu haben. Seit dem 20. Mai läuft der Prozess in Cartagena. Dabei ist das Ökosystem nicht einfach Schutzobjekt, sondern eine eigene juristische Person mit eigenen Rechten. Dies wurde durch eine Initiative, unterstützt von mehr als 640.000 Menschen, erreicht. Eine neue Perspektive für Ökosysteme in Europa?

Hier geht's zum Artikel.

Good News: Fast-Fashion wird erneut in die Schranken gewiesen

Seit dem 19. Juli greifen die ersten Kernpunkte der neuen EU-Ökodesign-Verordnung. Besonders zentral ist dabei das Vernichtungsverbot für unverkaufte Textilien, Modeaccessoires und Schuhe. Etwa jedes zehnte Kleidungsstück, das verkauft und wieder an den Händler zurückgeschickt wird, wird derzeit einfach vernichtet - dem soll entgegengewirkt werden. Nun gilt es, diese Richtlinien in den EU-Mitgliedsstaaten umzusetzen. 

Fast-Fashion wurde in den vergangenen Jahren zu einem immer größeren Problem. Für weitere Informationen und interessante Fakten ist dieser Bericht von Deutschlandfunk lesenswert.

Aber es zeigt sich ein Wandel im Konsumverhalten vieler Fashion-Liebhaber*innen. Second-Hand Mode in Geschäften und über Plattformen wie Vinted werden immer beliebter. In Großbritannien ist Vinted dieses Jahr zum drittgrößten Mode-Einzelhändler aufgestiegen und lässt somit Fast-Fashion-Marken und Textilgiganten hinter sich. Wer besonders nachhaltig shoppen möchte, tut dies aber vor allem in Second-Hand Läden vor Ort. Wärt ihr an einem Guide für Essen interessiert?

Open Call: Von Künstler*innen für eine (un)bequeme Wahrheit

Ralf Buchholz hat eine MailArt-Aktion eröffnet: Gesucht wird nach Bildern, die zum Thema „Genießen Sie den Klimawandel“ passen. Der Erlös der Kunstwerke gegen Spende geht an PrimaKlima für die Neupflanzung von Bäumen. Der Ausstellungsort wird noch bekannt gegeben. Einsendeschluss ist der 30. September.

Mehr Informationen und die Mail Adresse findet ihr auf Facebook.

Bewerbt euch für den Engagementpreis NRW 2027

Der Engagementpreis NRW startet die Bewerbungsphase für das Jahr 2027, dieses Mal unter dem Motto „Für eine lebendige Demokratie“. Der Bewerbungsschluss ist der 15. September. Bewerben könnt ihr euch auf der Seite des Engagement-Portals.

IGA-Balkonwettbewerb

Der IGA-Balkonwettbewerb lädt alle Menschen im Ruhrgebiet dazu ein, ihren Balkon zu zeigen und andere zu inspirieren. Gesucht werden Balkone, die mit Pflanzen, Gestaltung, Handwerk, Nachhaltigkeit oder besonderer Atmosphäre überzeugen. Jeder Beitrag zeigt, wie viel Lebensqualität auch auf kleinem Raum entstehen kann. Bis zum 31. August 2027 kann man Fotos einreichen.

Mehr Informationen findet ihr hier.

Bewerbt euch für Umweltschecks NRW

Mit den Umweltschecks unterstützt das Land NRW Projekte, die Natur- und Artenschutz vor Ort stärken. Gefördert werden praktische Maßnahmen ebenso wie Aktionen, die Menschen für Naturschutz begeistern. Besonders hilfreich ist dabei das unbürokratische Konzept der Schecks und richtet sich damit vor allem an kleinere Projekte. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. September.

Mehr Informationen findet ihr hier.

Klima. Gerecht. Jetzt. - finep Projektförderung

finep fördert mit „Klima.Gerecht.Jetzt.“ Bildungsprojekte, die junge Menschen für Klimagerechtigkeit, Nachhaltigkeit und gemeinsames Handeln gewinnen. Gesucht werden Vorhaben von kleineren gemeinnützigen Organisationen, die wissenschaftlich fundiertes Wissen verständlich vermitteln und junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren aktiv einbeziehen.

Dazu mehr hier.

Vorgemerkt: Fachtagung Klima-Engagement

Am 1. Oktober findet die „Fachtagung Klima-Engagement – Klima. Kommune. Kooperation.“ in Bonn statt. Jetzt ist auch das Programm veröffentlicht: unter anderem kann man sich auf eine Keynote und Podiumsdiskussion zu klimarelevanten Themen sowie acht Praxisworkshops freuen. Bis zum 24. September könnt ihr euch noch anmelden.

Weitere Informationen findet ihr hier.

Mitmachen bei der Woche des bürgerschaftlichen Engagements

Erneut der Hinweis: Vom 11. bis 20. September findet die Woche des bürgerschaftlichen Engagements statt. Unter dem Jahresthema „Miteinander Zukunft gestalten“ setzt die Kampagne dieses Jahr den Fokus auf Engagement, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und ein aktives Miteinander fördert. Im Rahmen der Woche organisieren Vereine, Organisationen, Unternehmen und engagierte Menschen in ganz Deutschland vielfältige Mitmachaktionen. Eine Eintragung der eigenen geplanten Aktivitäten in die Engagement-Plattform ist ab sofort möglich. Hier könnt ihr euer Engagement eintragen.

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Was ist Gemeinsam für Stadtwandel?

Gemeinsam für Stadtwandel ist ein Netzwerk, in dem sich Essener Bürger:innen aus Initiativen, Vereinen und kleinen nachhaltigen Unternehmen zusammengeschlossen haben. Uns eint unser Engagement für Klima- Umwelt- und Naturschutz sowie nachhaltige Entwicklung. Gemeinsam wollen wir die Entwicklung Essens hin zu einer zukunftsfähigen und lebenswerten Stadt vorantreiben und mitgestalten.

Über unsere Ziele und Aktivitäten informiert unsere Webseite.

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